Kirche San Agustín
Ein von der Moderne gerettetes Denkmal
Am Haupteingang zum historischen Zentrum erhebt sich die Kirche San Agustín, ein Gebäude, das das Verschwinden seines großen mittelalterlichen Klosters überlebt hat. Was wir heute bewundern, ist das Ergebnis einer faszinierenden Metamorphose: ein Tempel gotischen Ursprungs (14. Jahrhundert), der durch den Barock umgestaltet und schließlich Mitte des 20. Jahrhunderts von Javier Goerlich neu entworfen wurde, um ihn zu dem visuellen Wahrzeichen zu machen, das den Platz beherrscht.
Dank der städtebaulichen Vision von Goerlich war die Kirche nicht mehr in engen Gassen verborgen, sondern wurde zum großen Willkommenstor des monumentalen Valencia, wobei ihr altes Erbe mit der neuen Öffnung der Avenida del Oeste verschmolz.
Warum die Kirche San Agustín besuchen
- Es ist das Meisterwerk der Denkmalpflege der Nachkriegszeit in Valencia, bei dem der Architekt Javier Goerlich einen neugotischen Stil anwandte, um ihr den verlorenen Glanz zurückzugeben.
- Wegen ihrer privilegierten Lage, das Ergebnis der Stadtreform, bei der das alte Fischerviertel abgerissen wurde, um die Stadt für die Moderne zu öffnen.
- Sie ist ein Zeugnis des Widerstands: Sie hat Säkularisationen, Brände und Kriege überlebt und dabei originale Elemente wie ihre gotischen Zwerchfellbögen bewahrt.
- Sie bietet einen einzigartigen architektonischen Kontrast: von ihrer schlichten mittelalterlichen Struktur bis hin zu ihrer monumentalen Fassade, die so konzipiert wurde, dass sie von den großen Alleen aus zu sehen ist.
Was es in der Kirche San Agustín zu sehen gibt
Die Goerlich-Fassade
Obwohl der Tempel alt ist, ist die zum Platz hin gelegene Fassade eine neugotische Rekonstruktion unter der Leitung von Goerlich nach 1940. Der Architekt strebte nach Einheit und Höhe, damit das Gebäude nicht durch die neuen Konstruktionen in der Umgebung klein wirkte; er verwendete Stein, der mit den ursprünglichen Überresten des Tempels harmoniert.
Das Mittelschiff und die Zwerchfellbögen
Im Inneren kann man die Struktur eines einschiffigen Grundrisses mit Seitenkapellen bewundern. Herausragend sind die Bögen, die das Dach tragen – eine Erinnerung an die einfache Gotik der Reconquista-Kirchen, jedoch mit einer Ornamentik, die die Restaurierungen des 20. Jahrhunderts widerspiegelt.
Die Kapelle des Christus des Glaubens
Sie bleibt das spirituelle Herzstück des Tempels. Obwohl das Innere während des Bürgerkriegs stark gelitten hat, gelang es dem anschließenden Wiederaufbau (bei dem Goerlich ebenfalls die Stimmigkeit des Ganzen überwachte), ihr eine Atmosphäre der Andacht und künstlerischen Würde zurückzugeben.
Der Hauptaltar
Ein Raum von großer Vertikalität, in dem die Absicht der Reform aus der Mitte des Jahrhunderts deutlich wird: die vorherigen dekorativen Exzesse zu beseitigen, um die Reinheit der gotischen Linien hervorzuheben, wodurch das Licht eine Hauptrolle in der Liturgie und beim touristischen Besuch spielt.