Fronleichnam in Valencia

Der Ursprung dieses Feier geht auf das Jahr 1263 zurück

Am Sonntag 60 Tage nach Ostern. Es handelt sich um den Feiertag, der historisch gesehen als das „Große Fest“ der Stadt galt. Über die rein katholische Bedeutung hinaus ist das Fest Corpus ein Beispiel für das Zusammenleben und den fröhlichen, symbolischen, metaphorischen und religiösen Geist der valencianischen Gesellschaft.

Der Ursprung dieses Feier geht auf das Jahr 1263 zurück, aber erst 1355 führte der valencianische Bischof Hugo de Fenollet (der 5 Jahre zuvor San Vicente Ferrer getauft hatte) die Prozession ein. Dank dem Einsatz des Vereins der Freunde des Fronleichnamsfestes von Valencia ist die Feier heute wieder so lebendig wie zur Anfangszeit.

OFFIZIELLES PROGRAMM ZU FRONLEICHMAN

 

12.00 UHR UMZUG "CABALGATA DEL CONVITE"

 

Der Kaplan "Capellà de les Roques":

Es handelt sich um eine der bekanntesten Figuren. Er vertritt die Kirche, und es ist seine Aufgabe, die Leute dazu aufzufordern, das Fest in Ehren zu halten. Er erscheint auf einem Pferd, das mit einer schwarzen Samtdecke geschmückt ist, auf welchem die Wappen der Stadt gestickt sind. Er grüßt die Leute, die der Cabalgata (Umzug) von den Balkonen oder von der Straße aus zusehen.

 

Die Tänze:

Verschiedene Gruppen zeigen prächtige traditionelle und allegorische Tänze zu den Klängen von Schalmei und Tamburin. Die bekannteste dieser Gruppen heißt 'La Moma i els Momos'. Die Hauptfigur, die Moma, (dargestellt von einem als Frau verkleideten Mann mit einer weißen Tunika, dessen Gesicht komplett verdeckt ist von einem weißen Tuch), kämpft gegen die sieben Todsünden, die Momos (gekleidet mit schwarzen Masken, gelbem und schwarzem Gewand und einem malerischen Hut, der einen Drachen darstellen soll). Sie führen einen herrlichen Stocktanz auf, bei dem sie sich am Ende der Tugend, die La Moma verkörpert, ergeben.

 

 

Der Tanz der "Zwerge" und der "Riesen":

Dieser Ritus geht auf das Jahr 1588 zurück. Dabei zeigen vier Paare von Riesen und drei Paare von Zwergen zu den Klängen von Handtrommel und Schalmei einen uralten Tanz. Die vier Riesen-Paare symbolisieren die Zugehörigkeit der vier damals bekannten Kontinente zur Eucharistie. Die Verbindung von Zwergen und Riesen bedeutet, dass sowohl Große wie Kleine den Herrn gleichermaßen verehren.

 

 

La Poalà:

Die Mitglieder des Vereins der Freunde des Fronleichnamsfestes werden, wenn sie durch die Straßen Caballeros und Avellanas gehen, von den Balkonen aus mit Wasser aus Eimern übergossen. Beim Gegenangriff zu diesem Streich werden Unachtsame ebenfalls nass gemacht.

 


 

16:30 UHR: UMZUG DER ROCAS

Die Rocas sind prächtige Wagen, die ursprünglich dazu dienten, die Wunder während der Prozession darzustellen. Es handelt sich um elf Holzstrukturen mit der Form antiker Schiffe, auf denen Skulpturengruppen zu sehen sind, die auf Geschichten aus der Bibel oder Heiligenlegenden anspielen. Ihr Ursprung geht auf die Jahre 1373 bis 1392 zurück.

Wie wir wissen, werden die Rocas auf der ganzen Strecke von Pferden gezogen, aber es gibt einen speziellen Moment, an dem diese eine vorherrschende Rolle einnehmen, noch wichtiger als die Rocas selbst.

 


 

19.00 UHR. FEIERLICHE PROZESSION