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Túria-Naturpark

Eine echte grüne Lunge im Stadtgebiet von Valencia

So könnte man den Túria-Naturpark in aller Kürze bezeichnen. Aber seine mehr als 4.600 Hektar haben Ihnen noch viel mehr zu bieten.

Denn dieser geschützte Naturraum, eine sinnvolle natürliche Erweiterung der Túria-Gärten, beherbergt eine Vielfalt von Ökosystemen und Spezies entlang aller Gemeinden, die sich auf seinem Gebiet befinden: Quart de Poblet, Manises, Paterna, Riba-roja de Túria, L'Eliana, Vilamarxant, Benaguasil, Llíria und Pedralba.

Und die Landschaft zeichnet sich, wie es nicht anders sein könnte, durch den typischen mediterranen Wald aus.

Kehren wir jedoch zurück in die Stadt, denn von dort aus gibt es viel zu unternehmen.

Wanderwege zur Erkundung des Túria-Naturparks

In diesem Park gibt es Wanderwege in Hülle und Fülle, um ihn ganz nach Wunsch in mehr oder weniger zügigem Tempo zu durchstreifen.

Doch auch wenn Sie lieber auf zwei Rädern oder vier Beinen unterwegs sind, werden Sie feststellen, dass Sie zahlreiche Möglichkeiten haben:

Hauptroute durch den Flusspark am Túria

Vor Ihnen liegen 25 Kilometer, die Sie an den Flussufern zurücklegen können. Aber keine Sorge, entlang des Weges finden Sie mehrere Rastplätze, falls Sie einen Zwischenstopp einlegen möchten.

Diese Wanderung startet im Cabecera-Park in der Stadt, kann aber auch in Llíria, Vilamarxant oder Riba-roja begonnen werden, wenn Ihnen das lieber ist.

Sicher ist, dass Sie auf der Tour entlang des Túria auf nicht weniger als 19 Holzstege stoßen werden, die den Fluss an verschiedenen interessanten Stellen überqueren. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die traditionellen Anbauflächen der Vega Valenciana.

Ein weiterer Höhepunkt ist der Moncada-Bewässerungskanal der als wichtigster Ableger des Túria von West nach Ost alle Felder zwischen seinem Lauf und dem Mittelmeer bewässert.

Diese Tour zeichnet sich durch einen geringen Schwierigkeitsgrad aus und ist daher ideal, um sie mit der Familie zu machen. Sie werden sehen, wie die Kleinen es genießen, Eichhörnchen und Reiher zu beobachten, die Ihren Weg kreuzen, oder auf die Forellen im Fluss zu zeigen.

Wie schon eingangs erwähnt, können Sie diese Strecke auch mit dem Fahrrad auf verschiedenen MTB-Routen zurücklegen, bei denen Kultur und Natur am Weg Hand in Hand gehen.

Reitweg

Der Reitweg IE-031 folgt dem Flusslauf durch den grünen Korridor des Túria auf verschiedenen (ebenfalls grünen) Strecken, die Ihnen den ökologischen Wert des Parks und sein reiches Erbe näher bringen.

Besonders hervorzuheben sind der arabische Turm von Felx, die hispanisch-westgotische Siedlung València la Vella und die Fundstätte Lloma de Betxí. Wenn das mal nichts ist!

Dieser Reitweg ist einer der ausführlichsten in Spanien, denn er hat zwei verschiedene Varianten: eine von 7,2 Kilometern durch den Wald von Vallesa (den wir Ihnen weiter unten vorstellen) und eine weitere durch Les Rodanes, die 12,8 Kilometer lang ist.

Beide zusammen ergeben zusammen mit den 15,3 Kilometern des Parks genau 35,3 Kilometer Waldstrecke mit Pappeln und Ulmen sowie Unterholz mit Kräutern und Aleppo-Kiefern, die man friedlich durchwandern kann, nur begleitet von den Geräuschen des Waldes.

Doch halt, das ist noch längst nicht alles.

Mehr Wege, um die Natur Valencias zu genießen

Ein solcher Naturraum gibt eine Menge her, und deshalb gibt es im Park mehrere farblich gekennzeichnete Routen, die Sie zu verschiedenen Punkten führen.

Hier stellen wir sie Ihnen kurz vor:

#1 Gelbe Route: Les Rodanes

Die 13 Kilometer sind in etwa viereinhalb Stunden zu bewältigen. Der Schwierigkeitsgrad dieses Rundwegs ist mittel.

Er beginnt am Parkplatz Bassa Barretaund führt durch Rodana Gran, einige Schützengräben aus dem Bürgerkrieg, Rodana del Pic und Caballons.

Gelbe Route

#2 Rote Route: La Pea

Sie führt auf 13,5 Kilometern in die Nähe des Gipfels Peña Atrón, wo zwischen Dezember und Mai Raubvögel nisten.

Sie beginnt am Parkplatz El Molino in Pedralba und führt Sie zum Pedralba-Stausee, zum Berg Chucheve, zum Aussichtspunkt Las Hoces del Túria, durch den Landstrich Cuatro Piedras (wo Sie bei schönem Wetter ein erfrischendes Bad nehmen können), zum Wasserkraftwerk La Pea und zum Aussichtspunkt La Troneta.

Der Schwierigkeitsgrad des Weges ist mittel und er erreicht eine Höhe von 210 Metern über dem Meeresspiegel.

Rote Route

#3 Blaue Route: El Palmeral

Es handelt sich ebenfalls um einen Rundweg, der 11,9 Kilometer lang ist und einen mittlerem Schwierigkeitsgrad besitzt. Ausgangspunkt ist wiederum der Parkplatz El Molino in Pedralba. Die Höhepunkte entlang des Wegs sind die Wallfahrtskirche der Jungfrau von Luján, der Berg El Palmeral, die Schlucht und die Höhle La Pedrera und der Weg El Palmeral.

Auf dieser Route können Sie Beispiele der traditionellen Trockenstein-Architektur wie Zisternen, Schäferhütten und Mauern sehen.

Blaue Route

#4 Violette Route: Wasser

Diese Route verläuft auf 9 Kilometern auf landwirtschaftlichen Wegen und Waldpfaden. Die Route hebt das architektonische Erbe im Zusammenhang mit dem Wasser und seiner historischen Nutzung zur Bewässerung in diesem Gebiet hervor.

Der Weg verbindet die Route von La Pea mit dem Túria-Flusspark und Sie können als Startpunkt den Waschplatz der Gemeinde Villamarxant oder das Besucherzentrum wählen.

Violette Route

#5 Rosa Route: La Vallesa

Mit nur 3,1 Kilometern und einem geringen Schwierigkeitsgrad handelt es sich um die kürzeste Route von allen. Sie beginnt in der Wohnsiedlung La Vallesa in Paterna und führt durch den gleichnamigen Wald.

Dieser Ort ist im Großraum Valencia ein Bindeglied zwischen Zivilisation und Natur und so beeindruckend, dass wir ihm nachfolgend einen eigenen Abschnitt widmen.

Rosa Route

Weitere Naturräume in Valencia

Und wo wir schon dabei sind, möchten wir Ihnen weitere Naturgebiete von großem ökologischen Wert vorstellen, die ebenfalls eine gute Option sind, um einen Tag abseits des Trubels der Stadt zu verbringen.

Das sind sie:

Wald von La Vallesa

La Vallesa ist ein Park mit großer Artenvielfalt, sowohl in Bezug auf die Flora als auch auf die Fauna. Schauen Sie genau hin:

  • Was die Pflanzenwelt angeht, so leben hier typisch mediterrane Arten wie die Aleppo-Kiefer, der Olivenbaum und der Johannisbrotbaum. Etwas näher am Boden erscheint die mediterrane Macchia mit Vertretern wie Kermeseichen, Stechginster, Rosmarin, Thymian und Mastixstrauch.
  • In Bezug auf die Tierwelt finden Sie eine Vielzahl von Arten: Adler, Eulen, Käuze, Frösche, Kröten, Schlangen, Kaninchen, Marder, Wiesel, Ginsterkatzen, Füchse, Wildschweine und Eichhörnchen bilden nur einen Teil der Palette.

Wir dürfen nicht versäumen zu erwähnen, dass La Vallesa die Heimat der Anthyllis lagascana ist, einer endemischen Wundkleeart von auffallend violetter Farbe, die hier eine der besten (der wenigen) Populationen weltweit bildet.

Die Farbenpracht dieses Waldes wird durch andere Wildblumenarten ergänzt, gewürzt mit dem charakteristischen Duft von Rosmarin und Thymian.

Wenn Sie sich für einen Besuch entscheiden, begegnen Ihnen verschiedene Szenarien wie Kiefernwälder, ein nach einem Brand wieder aufgeforsteter Berghang und Trockenlandwirtschaft.

Aber keine Sorge, Sie müssen nicht allzu viel recherchieren. Denn entlang des Weges geben Infotafeln genaue Auskunft über die Details der Ökosysteme, durch die Sie kommen.

Und wenn Sie der Hunger packt, können Sie in einem der nachhaltigen Restaurants in der Nähe einkehren.

Der Túria-Flusspark

30 Kilometer sind es, die sich entlang des Túria-Flussbettes erstrecken. Sie führen von Vilamarxant bis zur Flussmündung in der Regionalhauptstadt Valencia.

Doch das Beste liegt, wie Sie sich vorstellen können, am Weg selbst.

Auch das Kulturerbe ist hier sehr präsent, denn zahlreiche Überreste weisen auf den Durchgang verschiedener Zivilisationen im Laufe der Geschichte hin, die sich auf den Fluss als unmittelbaren Quell des Lebens stützten.

Römische und arabische Aquädukte und Kanäle, Reste von Bewässerungsgräben, Wasserturbinen, Zisternen und Schäferhütten in Trockenbauweise sind einige Beispiele.

Trotzdem ist die Natur die Hauptsache. Das feuchte Flussufer verleiht der Umgebung einen außergewöhnlichen Reichtum mit Arten wie Pappeln, Schwarzpappeln, Silberweiden und Korbweiden, die kleine Auwälder bilden.

Im Uferbereich setzt sich die Vegetation mit Arten wie Schilf, Rohrkolben und Binsen fort.

Und auch die Tierwelt ist ähnlich vielfältig: Hier leben mehr als 50 Wirbeltierarten, von Amphibien, Reptilien und Fischen bis hin zu Vögeln und Säugetieren.

Das Besucherzentrum des Túria-Parks

Der Park verfügt zudem über ein Besucherzentrum, das bei allen Fragen zur Verfügung steht und Vorschläge und Anregungen jeder Art entgegennimmt.

Es befindet sich in Vilamarxant an der Landstraße CV-50 - PK 87.200 in Pont de la Barca. Wenn Sie das Zentrum kontaktieren möchten, können Sie dies telefonisch unter 961 325 162 und 660 127 250 oder per E-Mail an parquet_turia@gva.es tun.

Hier finden Sie weitere Details.

Noch mehr Natur in Valencia

Glauben Sie nicht, dass schon alles über die valencianische Natur gesagt ist.

Denn wenn Sie weiter nach Nordwesten fahren, gelangen Sie in einen weiteren der spektakulären Naturparks der Provinz: den Natur- und Geopark Chera – Sot de Chera.

Dieses seit 2007 geschützte Gebiet erstreckt sich zwischen den Regionen La Plana de Requena-Utiel und Los Serranos in einem Tal genau an dieser Stelle der Provinz.

Es ist ein Ort wunderbarer Kontraste, mit einer sehr ungewöhnlichen Kombination von Geologie und Wasser. Und hier gleich das erste Wunder: In diesem Ökosystem befindet sich der 350 Meter tiefe Buseo-Stausee und ganz in der Nähe der 1170 Meter hohe Gipfel des Cinco Pinos.

Die Artenvielfalt und die reiche Landschaft und Kultur machen wirklich viel her, und wenn Sie wissen wollen, was wir meinen, müssen Sie die Schlucht von La Hoz, den Fluss Sot und den Buseo-Stausee schon selbst in Augenschein nehmen.

Wenn wir zum Ausgangspunkt zurückkehren, finden wir in dem Gebiet, das als Alto Turia bezeichnet wird, ein Biosphärenreservat von 67.080 Hektar.

Es erstreckt sich entlang eines Abschnitts des Mittellaufs des Turia und die Artenvielfalt ist großartig. Hier leben unter anderem Steppenvögel, Hasen und Kaninchen, Amseln, Kröten und zwei endemische Arten: die Fische Barbus Haasi und Squalius pyrenaicus.

Für einen Besuch fahren Sie einfach in eine der Gemeinden, über die er sich erstreckt: Aras de los Olmos, Benagéber, Chelva, Titaguas und Tuéjar.

Inzwischen werden Sie bemerkt haben, dass Valencia wirklich sehr grün ist. Ein Reiseziel, das Ihnen eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet, jenen Rückzugsort in der Natur zu finden, den wir uns manchmal wünschen, um dem Stress und der Routine zu entfliehen und mit der Familie oder Freunden absolut saubere Luft zu genießen.

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