Mercat Central

Wie kommt der Thunfisch von Valencia nach Frankfurt?

Gastronomie Comments (0)

Zwei Styropor-Boxen: 1,40 Meter lang, 50 cm hoch und 50 cm tief. Dann auch noch je 40 Kilogramm schwer.

Und das Ganze ins Handgepäck des Fliegers von Valencia nach Frankfurt – so reiste Sternekoch Bernd Knöller letzte Woche in die Menufaktur Frankfurt an. Denn vom 13. bis 18. Mai gibt’s hier das erste Mal ein Pop-up-Restaurant von ihm. Mittags mit einem fünfgängigen und abends mit einem zehngängigen Tapas-Menü. Der deutsche Sternekoch, der seit über 20 Jahren in Valencia lebt und dort das Restaurant Riff betreibt, hat für diese Woche logistische Wunder vollbracht. Freitags wurde der Thunfisch in Valencia frisch gefangen und am Montag genossen ihn die ersten Pop-up-Restaurantgäste mit leicht geräuchertem Öl, verschiedenen Nüssen, Sesamkernen und valencianischen Tomaten bereits in Frankfurt. Einfuhr aus Fanggebieten des Indischen Ozeans – weit gefehlt.

Schweiss auf der Stirn aber noch am Montag, dem ersten „Pop-up-Tag“: Wo sind die Austern abgeblieben? Vier Lagerräume später waren sie dann gefunden. Bernd Knöller brachte aber nicht nur Thunfisch, Tomaten & Co mit, sondern auch ein sechsköpfiges Mitarbeiter-Team, das aufeinander eingespielt ist. Und zudem ganz schön international ist – sie kommen aus Japan, Peru, Kolumbien, aber auch ein paar spanische Kollegen sind mit dabei.

Was haben wir diese Woche in der Menufaktur gelernt? Klar, das Tapas-Menü von Bernd Knöller ist einfach köstlich. Ansonsten wissen wir jetzt aber auch, dass sich die Deutschen beim Essen viel mehr Zeit nehmen als die Spanier. Das hätte ich nicht gedacht. Deshalb galt Bernd Knöller zu Beginn seiner Karriere in Spanien auch als „der langsamste Koch Valencias“. Denn das Motto des Spaniers lautet „wenn man nicht zügig isst, dann stoppt die Verdauung“. Außerdem haben wir gelernt, dass man in Valencia köstlich schlemmen und genießen kann: Und zwar in über 1.700 Restaurants, in vier Sterne-Restaurants oder während der Restaurant Week, die vom 7. bis 16. Juni in stattfindet.

Was wir auch noch wissen, ist, dass Bernd Knöller und sein Team zum Abschluss der Pop-up-Restaurantwoche in Frankfurt keine Tapas mehr essen, sondern vom Inhaber der Menufaktur, Mario Furlanello, ein typisches Nudelgericht aus der Toskana serviert bekommen. Und dass diese Woche ein Erfolg war. Also – Fortsetzung folgt.

» Gastronomie » Wie kommt der Thunfisch von...
On 05/17/2013
By

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

« »