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Im Zeichen der Seide: Eröffnung des Seidenmuseums („Museo de la seda“)

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Valencia begeistert nicht nur mit ausreichend Grünfläche und Lebensfreude pur, sondern auch mit einer beeindruckenden Museumslandschaft. Dieses ohnehin schon vielfältige Angebot wird ab sofort um ein weiteres Schmuckstück ergänzt: Am 18. Juni hat das Seidenmuseum (Museo de la seda) seine Pforten eröffnet –Valencia ist in diesem Jahr übrigens Hauptstadt der Seide. Wir waren live für euch dabei. Fazit: Wenn euer Herz für Geschichte, Kultur und Mode schlägt, dürft ihr dieses Highlight nicht verpassen.

Zunächst ein kurzer historischer Exkurs: Welche Rolle nimmt die Seide eigentlich in der Geschichte Valencias ein? Ende des 15. Jahrhunderts, als die Kaufleute durch den Seidenhandel reich geworden waren und die Stadt ihren Wohlstand architektonisch demonstrieren wollte, wurde die berühmte Lonja de la Seda erbaut – die Seidenbörse. Valencia stieg zur Hochburg der Seidenproduktion auf und exportierte den begehrten edlen Stoff über das Mittelmeer in alle Welt.

68.000 Stunden Restaurationsarbeiten, 7.500 Keramikkacheln, 300 Bücher, 7.200 Feinsilberplättchen. Eigentlich kaum vorstellbar… Mit Betreten der ehemaligen Berufskammer der Seidenhändler (Colegio de la Seda) wird uns aber bewusst: Hier muss unendlich viel Arbeit drin stecken. Dank seines umfangreich erhaltenen Erbes ist es der beste Ort, um die Kunst der Seidenherstellung in all seinen Facetten zu präsentieren – Entwürfe, Schablonen, Spulen und Webrahmen geben euch einen authentischen Eindruck davon, wie Seide auf antiken Webstühlen hergestellt wurde und mit welchen Arbeitsmethoden die Leute im 18. Jahrhundert arbeiteten.

Eine kleine Zeitreise – mal eben durch die Jahrhunderte

Das Museum bietet vier Hauptschauplätze: Während man den „Salón de la Fama“ als Mikrokosmos des Ganzen beschreiben kann, blieb „La Capilla“ jahrhundertelang hinter einer Mauer versteck. Für uns unvorstellbar, denn hier eröffnet sich ein atemberaubender Anblick – mit optischen Effekten und Tricks wurde ein Raum geschaffen, der uns zu fesseln vermag. Ein paar Schritte weiter treten wir ein in die Ära zwischen dem 15. und 20. Jahrhundert: Im „Archivo Histórico“ wurden zu dieser Zeit wichtige wirtschaftliche Entscheidungen getroffen, deren Auswirkungen noch bis in die heutige Zeit zu spüren sind. Und im Raum „La Fachada“ wird uns schließlich bewusst, welch handwerkliches Geschick der Beruf des sogenannten „sedadores“ – des Seidenwebers – erfordert. Beeindruckt schauen wir dem letzten Seidenweber der Stadt bei seiner geduldigen und akribischen Arbeit über die Schulter. Übrigens gilt diese Tätigkeit als klassischer Männerberuf. Im angrenzenden Shop könnt ihr einige der wunderschönen Arbeiten käuflich erwerben: Von Ohrringen, über Fächer bis hin zu Tüchern oder sogar in Seide eingefasste Notizbücher werden hier angeboten.

Wir haben noch nicht genug und freuen uns schon jetzt auf die geführten Touren, die immer freitags bis sonntags in englischer und spanischer Sprache angeboten werden – Lonja de la Seda (ehemalige Seidenbörse), Museo de la Seda (Seidenmuseum), Velluters Area, Centro de Artesanía – das Zentrum für Kunsthandwerk (außer sonntags), sowie der Shop of Traditional Costumes of Valencia sind einzelnen Stationen.

 

 

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On 06/21/2016
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